Namen ändern sich – auch im Fußball

Am Sonntag wird über die Rückkehr zum traditionsreichen Vereinsnamen SpVgg Fürth abgestimmt. „Zurück zur SpVgg Fürth“ lautet das Motto, das seit Monaten von Fanseite beworben wird. Kritiker sehen bei einer Umsetzung einen Verlust an Identifikation mit dem Verein bei jüngeren Fans sowie Nachteile bei der Wahrnehmung des Vereins in der über Fürth hinausgehenden Öffentlichkeit.

Das Argument der Kritiker hinsichtlich der zu erwartenden Kosten ist mittlerweile entkräftet: Aus Fankreisen, auch aus dem Umfeld anderer Vereine, wurden über die Aktion “crowdFANding” insgesamt mehr als 200.000 Euro gesammelt. Diese Mittel sollen dem Verein zur Verfügung gestellt werden, um Kosten für neue Ausrüstung, Schilder und ähnliche Maßnahmen mitzufinanzieren.

Bei Stadionnamen sind Umbenennungen nichts Ungewöhnliches, auch nicht in Fürth. Als man 1997 in die 2. Bundesliga aufstieg, spielte man plötzlich im Playmobil-Stadion. Danach wurde der Name an den hiesigen Süßwarenhersteller Trolli verkauft, ehe man, ebenfalls auf Initiative der Fanszene, wieder zum klangvollen Namen Sportpark Ronhof zurückkehrte – wenn auch mit dem Namenszusatz eines Sponsoren. Negative Auswirkungen? Bis heute Fehlanzeige! Von daher sollte man dem Vorhaben auch als Kritiker eine Chance geben, wenn man stimmberechtigt ist am Sonntag dafür stimmen und sich ein Stück der eigenen Tradition zurückholen.

Beim Stadionnamen hat es schließlich auch funktioniert. Oder wer sagt heute noch: „Ich gehe ins Playmobil-Stadion“ oder „Ich gehe in die Trolli-Arena“?

(Bilder aus 2010 und 2026)